update: 11. Juni 2007
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Rassenstandard
Der neue Standard hebt diese Problematik deutlicher hervor. Der Greyhound ist ein Sprinter auf Kurzstrecken; der Galgo muss ausdauernder über eine grosse  Strecke jagen. Diese unterschiedliche Verwendung beider Rassen hat dadurch ihren Typ geprägt. So ist der Galgo etwas kleiner als der Greyhound. Ein Galgorüde misst in der Schulterhöhe 62-70cm und die Hündin etwas weniger mit 60-68cm. Die Lendenpartie ist von der Seite her gesehen etwas höher liegend als der Widerrist. Im Gegen-satz zum Grey hat der Galgo keine dicken, runden Muskeln an der Hinterhand und Rücken. Die Muskulatur ist flach und charakterisiert den Langstreckenläufer. Die Rute ist sehr lang und sollte einen seitlichen Haken (Sichel) am Ende aufweisen. Der Brustkorb des Galgos ist weniger tief und reicht nicht bis an die Ellbogen im Gegensatz zum Grey.

Der Hals ist lang und seitlich abgeflacht. Der Kopf ist sehr lang und fein, der Schädel ist sehr schmal mit relativ grossen Ohren. Diese werden in der Ruhephasen als Rosenohr getragen. Es gibt zwei Haararten des Galgos, den Glatt- und den Rauhhaarigen, wobei das Rauhhaar eine Länge bis zu 10cm erreichen kann. In der Zucht wird nicht nach Haartypen getrennt. Dadurch kann die Felllänge des Rauhhaars von einem kleinen Bärtchen bis zu einer zotteligen, Deerhoundähnlichen Erscheinung variiren.

Des weiteren lässt der Standard eine grosse Farbenvielfalt zu: von braungestromt, schwarz, dunkle und helle Beigetöne, Zimtfarbene, Gelb und Rot. Weisse und gescheckte, wobei diese nicht so gern gesehen werden, da man annimmt, dass diese vom Greyhound abstammen. Die weissen Abzeichen am Fang, an der Schwanzspitze und an den Pfoten die bei vielen Galgos vorkommen werden hingegen gern gesehen.

Der Galgo Español – ein graziler Windhund, der zwar zerbrechlich wirkt, jedoch eine enorme Widerstandskraft und Schnelligkeit besitzt. Er zeichnet sich durch Robustheit, Wendigkeit und Energie aus, gepaart mit einem angenehmen Wesen. Eigentlich ist es nur schwer zu verstehen, dass diese Rasse im Schatten der übrigen Windhundrassen steht. Wird doch der Galgo seit der Antike in seinem Heimatland Spanien als Jagd- und Begleithund sehr geschätzt.

Erst 1972 erfolgte die Anerkennung des ursprünglichen Galgo Español als eigenständige Rasse durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale). Der Standard wurde festgelegt und nach zehn Jahren nochmals präzisiert. Für „Laien“ ist es schwierig den Galgo von einem Grey zu unterscheiden.


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Galgo Espagnol